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19.11.2018 WFB Bünder Zeitung


»Erinnerung schützt vor Gleichgültigkeit«

ICH BIN DANKBAR, IN EINEM LAND ZU LEBEN, IN DEM FRIEDE UND FREIHEIT ZUR TAGESORDNUNG GEHÖREN«, SAGTE BÜRGERMEISTER WOLFGANG KOCH. ES SEI OBERSTE AUFGABE, DEN KOMMENDEN GENERATIONEN EIN EBENSO FRIEDLICHES LEBEN ZU ERMÖGLICHEN

Gedenkstunde zum Volkstrauertag am Ehrenmal in Ennigloh – Aktion von Realschülern

Von Joschka Brings
Bünde (BZ). »Die Neuausrichtung der Gedenkveranstaltung ist uns gelungen«, befand Sven Kampeter am Ende der Gedenkstunde zum Volkstrauertag am Ehrenmal in Ennigloh. In diesem Jahr hatten Schülerinnen und Schüler der Realschule Nord mit ihrer Lehrerin Gisela Ebeling die Planung für die Veranstaltung übernommen.

Nachdem es seit 2013 wegen einer Kontroverse um eine damals mitgebrachte Reichkriegsflagge nur noch kleinere Gedenkfeiern gegeben hatte, regte Kampeter im letzten Jahr einen Neuanfang an. Den gestaltete er am Sonntag gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Koch und den Schülerinnen und Schülern der Realschule.

Die Jugendlichen erinnerten nicht nur an die Gefallenen aus dem Deutsch-Französischen Krieg, dem 1. und dem 2. Weltkrieg, sondern hielten ein nachdrückliches Plädoyer für den Frieden:






»Man kann sich an Frieden zu sehr gewöhnen und vergessen, dass er nicht selbstverständlich ist. Es braucht Leute, egal ob jung oder alt, die Verantwortung übernehmen und den Frieden erhalten.«

Im Vorfeld hatten die Schüler ausgerechnet, wie viele Menschen in den Kriegen mit deutscher Beteiligung pro Stunde getötet wurden. Auf Schildern hielten sie die Opferzahlen als eindrucksvolle Mahnung hoch. »Gedenken schützt vor Gleichgültigkeit«, sagte Bürgermeister Koch in seiner Rede. Die Erinnerung und Auseinandersetzung sei die Grundlage für einen Einsatz für Frieden, Freiheit und Menschenwürde. Und so wünschte sich Kampeter, dass in den kommenden Jahren die neu ausgerichtete Veranstaltung zum Volkstrauertag noch wachse.

»Eventuell schaffen wir es ja vor der Kranzniederlegung einen Gottesdienst in der Kreuzkirche zu gestalten«, so Kampeter.