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16.03.2015 NW Bünder Tageblatt


Sparen ist das Motto der nächsten Jahre

Der neue Vorstand des CDU-Stadtverbandes:

Nora Müller, Jana Nagel, Mathias Steuer, Horst Wibbeler, Heinz-Georg Beneke, Georg Kruthoff, Martin Schuster, Gaby Westermann-Koch und Bürgermeister Wolfgang Koch (v.l.). Foto: Stefan Boscher

CDU diskutiert einige der politischen Top-Themen, die Bünde in Zukunft beschäftigen werden

Von Stefan Boscher

Bünde. Die CDU bereitet sich darauf vor, in den kommenden Monaten und Jahren Entscheidungen zu treffen, "die nicht jedem gefallen werden", wie es Bürgermeister Wolfgang Koch formuliert. Gleichwohl seien "einschneidende Maßnahmen erforderlich", um die Stadtfinanzen einigermaßen im Griff zu behalten.

Es werde "in den nächsten Jahren weiterhin deutliche Einsparungen im Haushalt geben", so Koch bei der Jahresversammlung des CDU-Stadtverbandes. Natürlich müsse man sich der Verantwortung stellen, allerdings habe Bünde auch "viele Chancen" vor sich, die es zu nutzen gelte.

Eine dieser Chancen ist die Stadtentwicklung, die vorangetrieben werden soll. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Bahnhof. "Hier müssen wir uns Gedanken machen, wie wir damit umgehen wollen", sagte der CDU- Stadtverbandsvorsitzende Heinz-Georg Beneke. Es reiche nicht, sich mit dem Thema zu beschäftigen, wenn die Bahn auf die Stadt zukomme. Klar sei, so Beneke, dass man den Bahnhof nicht subventionieren könne: "Es muss wirtschaftlich sein. Das kann auch als Stadt gelingen."

Möglichst rasche Entscheidungen mahnte Beneke auch in Sache Elsebogen an: "Hier muss etwas passieren." Gleiches gelte für das so genannte Cordes-Gelände. Wenn die brachliegende Industriefläche nicht in naher Zukunft weiter entwickelt werde, werde es wohl nie passieren.
Über allen stadtpolitischen Fragen und Gedankenspielen, wohin die Stadt sich entwickeln könne, stehe allerdings eine so gut wie leere Finanzkasse.






"Wir müssen unliebsame Entscheidungen treffen", so Beneke, der von einem "strengen Sparkurs" in den kommenden Jahren sprach. Und weiter: "Es wird Einsparungen geben, auch solche, mit denen nicht alle einverstanden sind."

Nicht einverstanden werden viele Bünder sein, wenn das Thema Schulen wieder stärker in den Mittelpunkt der politischen Diskussion rückt. Dann wird die Frage, ob alle Einrichtungen die nächsten Jahre überdauern sollen, zu beantworten sein.

Aktuell stehen Flüchtlinge und Asylsuchende weit oben in der täglichen Arbeit der Stadtverwaltung, aber auch die politischen Entscheidungsträger beschäftigen sich damit, wie Asylbewerber stärker als bisher in das gesellschaftliche Leben in Bünde integriert werden können. Bisher habe es "eine große Bereitschaft gegeben, ehrenamtlich zu helfen", lobte Bürgermeister Wolfgang Koch die Bünder.

Es gebe aktuell kaum Probleme bei der Unterbringung und Versorgung der Menschen, die hier Zuflucht suchen. Offene Fragen wie Kinderbetreuung oder mögliche Arbeitsplätze für die Erwachsenen würden nach und nach beantwortet. Auch für die kommenden Jahre rechnet Koch mit steigenden Flüchtlingszahlen und zahlreichen Menschen, die in Bünde eine neue Heimat auf Dauer finden werden. Koch: "Das ist eine Chance für Bünde, die wir nutzen müssen."

© 2015 Neue Westfälische
11 - Bünde, Montag 16. März 2015


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