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16.06.2014 WFB Bünder Zeitung


Bürgermeister Wolfgang Koch (CDU) gewinnt klar

Jubel:

Wolfgang Koch und Ehefrau Gabriele Westermann-Koch nach Bekanntgabe des Endergebnisses. Foto: Sebastian Picht

Christdemokrat gewinnt Stichwahl mit 52,6 Prozent der Stimmen – SPD-Kandidat kommt auf 47,4 Prozent

Bünde(BZ). Mit einem unerwartet deutlichen Vorsprung ist gestern CDU-Kandidat Wolfgang Koch zum Bürgermeister gewählt worden. Der Amtsinhaber konnte 52,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Für Herausforderer Horst Beck (SPD) sprachen sich 47,4 Prozent der Wähler aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 36 Prozent.

Von HilkoRaske(Text)und SebastianPicht(Fotos)
Beck war die Enttäuschung anzusehen. Immerhin ist es für den Sozialdemokraten das zweite Mal gewesen, dass er im politischen Wettstreit um das Amt des Bünder Bürgermeisters Wolfgang Koch unterlegen ist. Schon 2009 setzte sich Koch, damals noch Überraschungskandidat der Christdemokraten, mit einem Vier-Prozent-Vorsprung durch. Diesmal fiel das Ergebnis noch deutlicher aus. Bis zuletzt fieberten beide Kandidaten dem Ergebnis entgegen, der Wahlabend entwickelte sich zur richtigen Zitterpartie. Nach der Auszählung von 14 Wahlbezirken führte Beck, wenn auch ganz knapp mit 50,4 zu 49,6 Prozent. Erst mit der Bekanntgabe des Ergebnis des Wahlbezirkes Grundschule Dünne kippte das Ergebnis: auf einmal führte Koch mit 50,7 Prozent vor Beck mit 49,3 Prozent. Als zu guter Letzt die Ergebnisse der traditionell christdemokratisch wählenden Bezirke Rathaus und Hauptschule Mitte I bekannt gegeben wurden, war klar, dass der alte Bürgermeister auch der neue ist. Für Koch sprachen sich 6953 Wahlberechtigte aus, Horst Beck wollten 6276 als Bürgermeister haben. Als das Endergebnis schwarz auf weiß zu sehen war, wollte der Jubel beim Sieger kein Ende nehmen.






Koch war nach eigenem Bekunden ohne »Plan B« in den Wahlkampf gegangen – für ihn ging es um alles oder nichts, eine Absicherung für Zeit nach dem Bürgermeisteramt hatte er nicht. Er freue sich auf die nächsten sechs Jahre, betonte er. Sicher gebe es schwierige Mehrheitsverhältnisse im Rat, stellte er fest. »Aber ich davon aus, dass diejenigen, die nun im Rat sitzen werden, ihre Arbeit ernst nehmen und sich konstruktiv zum Wohle von Bünde einsetzen.«
Keine konkrete Antwort auf die Frage, wie es mit ihm politisch weitergehen werde, wollte Horst Beck geben. »Darüber werde ich erst einmal eine Nacht schlafen.« Am Dienstag sei allerdings SPD-Fraktionssitzung – und da werde auch entschieden, wer die Fraktion im Rat führe. Dass Beck die Niederlage erst verdauen muss, wurde auch in seinem Verhalten gegenüber Koch deutlich. Waren sich beide Kandidaten am Abend der Bürgermeisterwahl noch demonstrativ aus dem Weg gegangen, gab es jetzt Glückwünsche vom SPD-Herausforderer. Allerdings beließ er es bei einem kurzen Handschlag. Koch: »Ich hoffe, dass wir gut zusammenarbeiten.« Becks knappe Antwort: »Man wird sehen.«
So deutlich der Sieg von Koch im ersten Augenblick scheint – einen Wermutstropfen gibt es aber jetzt schon. Nur 36 Prozent der Stimmberichtigten beteiligten sich überhaupt an der Stichwahl. »Die Wahlbeteiligung ist enttäuschend«, stellte auch Wolfgang Koch fest. Und: »Die Stichwahl gehört abgeschafft.«


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